Ein strahlender Blick und perfekt geschminkte Augen sind oft das i-Tüpfelchen eines jeden Looks. Doch gerade beim Augen-Make-up scheinen die vielen Produkte, Pinsel und Techniken für Anfänger oft überwältigend. Dieser Artikel nimmt Sie an die Hand und führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess. Wir zeigen Ihnen die richtige Reihenfolge, die wichtigsten Produkte und die Techniken, die Ihnen helfen, Ihre Fähigkeiten zu verbessern und endlich den perfekten Augenaufschlag zu erzielen.
Perfektes Augen-Make-up gelingt mit der richtigen Reihenfolge eine Anleitung für Anfänger
- Die grundlegende Reihenfolge ist: Primer, Lidschatten, Eyeliner, Wimpernzange, Mascara.
- Ein Lidschatten-Primer ist essenziell für Haltbarkeit und Farbintensität des Lidschattens.
- Das Verblenden von Lidschatten ist der Schlüssel zu weichen Übergängen und einem professionellen Look.
- Wichtige Pinsel für den Start sind ein flacher Applikator, ein Blenderpinsel und ein präziser Pinsel.
- Patzern beim Eyeliner können einfach mit Concealer oder einem Wattestäbchen korrigiert werden.
- Passen Sie Ihr Make-up an Ihre Augenform an, um das beste Ergebnis zu erzielen, z.B. bei Schlupflidern oder kleinen Augen.
Warum ist die Reihenfolge beim Augen-Make-up eigentlich so wichtig? Ganz einfach: Sie beeinflusst maßgeblich die Haltbarkeit, die Farbintensität und das Endergebnis. Wenn Sie beispielsweise erst Mascara auftragen und dann Lidschatten, kann der feine Lidschattenstaub auf die frisch getuschten Wimpern fallen und unschöne Flecken hinterlassen. Eine durchdachte Abfolge sorgt dafür, dass die Produkte optimal haften und ihre volle Wirkung entfalten können. Der Lidschatten-Primer spielt hier eine Schlüsselrolle, denn er schafft die perfekte Basis für intensive Farben und verhindert, dass sich der Lidschatten im Laufe des Tages in der Lidfalte absetzt.

Der erste Schritt: Die perfekte Basis schaffen
Bevor auch nur ein Hauch von Farbe auf Ihr Augenlid kommt, ist die Vorbereitung entscheidend. Hier kommt der Lidschatten-Primer ins Spiel. Dieses kleine Wundermittel ist ein absoluter Game-Changer, besonders wenn Sie zu öligen Lidern neigen oder möchten, dass Ihr Make-up den ganzen Tag hält. Der Primer gleicht kleine Unebenheiten aus, mattiert die Haut und sorgt dafür, dass der Lidschatten nicht nur länger hält, sondern auch deutlich intensiver wirkt. Er verhindert effektiv das gefürchtete Absetzen in der Lidfalte, ein Problem, das viele Anfänger kennen.
Keine Sorge, wenn Sie keinen speziellen Primer zur Hand haben. Eine gute Alternative ist eine dünne Schicht Concealer, die Sie sanft auf dem Lid verteilen und anschließend mit etwas losem Puder fixieren. Diese Methode schafft ebenfalls eine gute Grundlage und hilft, die Farbintensität des Lidschattens zu verbessern.
Lidschatten auftragen: Tiefe und Dimension erzeugen
Für den Anfang reichen wenige, aber dafür vielseitige Pinsel aus:
- Flacher Lidschattenpinsel: Ideal zum präzisen Auftragen der Farbe auf das bewegliche Lid.
- Weicher, flauschiger Blenderpinsel: Das A und O für sanfte Übergänge und das Verblenden von Kanten.
- Kleiner, präziser Pinsel: Perfekt für Details wie den unteren Wimpernkranz oder den inneren Augenwinkel.
Beginnen wir mit einer einfachen 3-Farben-Technik, die Tiefe und Dimension verleiht. Tragen Sie zunächst eine helle, neutrale Farbe als Basis über das gesamte bewegliche Lid auf. Nehmen Sie dann eine mittlere Nuance und tragen Sie diese in die Lidfalte ein, um Ihrem Auge Form zu geben. Zum Schluss können Sie mit einer dunkleren Farbe, oft ein tiefes Braun oder Schwarz, den äußeren Augenwinkel betonen und so die Augenform optisch verlängern oder vertiefen.
Das Geheimnis eines professionellen Looks liegt im Verblenden. Verwenden Sie Ihren Blenderpinsel und arbeiten Sie die Übergänge zwischen den Farben sanft heraus. Machen Sie dabei kleine, kreisende Bewegungen oder leichte "Scheibenwischer"-Bewegungen in der Lidfalte. Ziel ist es, harte Kanten zu vermeiden und einen weichen, harmonischen Farbverlauf zu schaffen. Nehmen Sie sich Zeit dafür das ist oft der entscheidende Schritt, der den Unterschied macht.
Der Lidstrich: Präzision für den perfekten Rahmen
Ein sauber gezogener Lidstrich kann die Augenform dramatisch verändern und dem Blick mehr Intensität verleihen. Für Anfänger sind Kajalstifte oder Gel-Eyeliner oft die einfacheren Optionen, da sie mehr Spielraum für Korrekturen bieten als flüssige Liner. Wenn Sie sich für einen flüssigen Eyeliner entscheiden, üben Sie am besten erst einmal auf einem Blatt Papier, um ein Gefühl für den Pinsel und den Farbauftrag zu bekommen.
Der Schlüssel zu einem geraden Lidstrich ist eine ruhige Hand und eine gute Stütze. Lehnen Sie Ihren Ellbogen auf einer stabilen Oberfläche ab. Beginnen Sie in der Mitte des oberen Wimpernkranzes und ziehen Sie die Linie in kurzen Strichen zum äußeren Augenwinkel. Fahren Sie dann vom inneren Augenwinkel bis zur Mitte fort und verbinden Sie die beiden Linien. Ein kleiner Tipp für Perfektionisten: Kleine Patzer sind kein Weltuntergang! Ein Wattestäbchen, das leicht mit Mizellenwasser oder Concealer befeuchtet ist, kann Wunder wirken, um kleine Korrekturen vorzunehmen, ohne das gesamte Make-up zu zerstören.
Wimpern: Der letzte Schliff für einen offenen Blick
Jetzt sind die Wimpern an der Reihe, um den Blick zu öffnen und zu intensivieren. Bevor Sie zur Mascara greifen, ist die Wimpernzange Ihr bester Freund. Sie formt die Wimpern und gibt ihnen Schwung, der durch die Mascara dann fixiert wird. Setzen Sie die Zange vorsichtig am Wimpernkranz an und üben Sie für ein paar Sekunden sanften Druck aus. Wiederholen Sie dies bei Bedarf an der Spitze der Wimpern.
Beim Tuschen ist weniger oft mehr. Beginnen Sie am Ansatz der oberen Wimpern und ziehen Sie die Bürste in einer leichten Zick-Zack-Bewegung bis zu den Spitzen. Dies hilft, jede einzelne Wimper zu umhüllen und Volumen zu schaffen, ohne Klümpchen zu bilden. Vergessen Sie nicht den unteren Wimpernkranz! Ein leichtes Tuschen hier kann dem Auge mehr Tiefe verleihen und den Look abrunden. Viele Anfänger lassen diesen Schritt aus, aber er macht einen spürbaren Unterschied.
Augenformen verstehen und das Make-up anpassen

Jedes Auge ist einzigartig, und das Make-up sollte das unterstreichen, anstatt zu versuchen, es zu verstecken. Bei Schlupflidern, bei denen das bewegliche Lid bei geöffnetem Auge teilweise verdeckt ist, ist es hilfreich, die Lidfaltenfarbe etwas höher als die natürliche Falte aufzutragen. So ist die Farbe auch bei geöffnetem Auge sichtbar und gibt dem Auge mehr Tiefe. Für kleinere Augen sind helle, schimmernde Farben im inneren Augenwinkel und auf dem beweglichen Lid wahre Wunderwaffen. Sie reflektieren das Licht und lassen das Auge größer und wacher erscheinen.
Die Anpassung an die eigene Augenform ist der Schlüssel zu einem schmeichelhaften Ergebnis. Experimentieren Sie mit verschiedenen Techniken und finden Sie heraus, was Ihre Augen am besten zur Geltung bringt. Denken Sie daran, dass Make-up Spaß machen soll!
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Die letzten Handgriffe und häufige Fehler vermeiden
Um sicherzustellen, dass Ihr Augen-Make-up den ganzen Tag hält, können Sie es am Ende mit einem leichten Sprühstoß Setting Spray fixieren. Für besonders ölige Lider kann auch ein Hauch transparentes Puder über dem fertigen Make-up helfen, Glanz zu kontrollieren.
Die häufigsten Anfängerfehler sind oft einfach zu beheben:
- Nicht verblenden: Harte Kanten bei Lidschatten lassen das Make-up unfertig wirken. Nehmen Sie sich Zeit für sanfte Übergänge.
- Dicker, ungleichmäßiger Eyeliner: Üben Sie die Linie langsam und nutzen Sie Korrekturwerkzeuge.
- Untere Wimpern vergessen: Ein leichtes Tuschen der unteren Wimpern rundet den Look ab.






